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Home > Theorie Panoramafotos
Weiterführende Links:  Fotozubehör > Bauanleitung Nodalpunktadapter
 
Theorie Panoramafotos
Die Panoramafotografie ist ein vielfältiges und interessantes Betätigungsfeld, und hat durch die Digitaltechnik viele Freunde gewonnen. Mit Hilfe von spezieller Software werden aus Einzelfotos Großbilder zusammen gesetzt, meist im Querformat. Gebräuchlich sind 180° Panoramen, 360° Panoramen, und Kugelpanoramen. Neben einschichtigen Panoramen ... in einer horizontalen Ebene fotografiert ... gibt es die Technik mehrschichtiger Panoramen, die dann die Erstellung von Kugelpanoramen erlaubt. Hier sind dem Fotografen keine Grenzen mehr gesetzt, auch HDR-Kugelpanoramen sind bei entsprechendem Zeiteinsatz realisierbar.
Eine gute Website zum Thema hat Helmut Kölbach erstellt, die Sie hier finden. Auch Wikipedia äußert sich natürlich zum Thema. Aus unserer Sicht finden Sie einer der vollständigsten Publikationen zum Thema auf der sehr informativen Website von Carsten Plückhahn und Nils Heiliger.

Wesentlicher Faktor für eine qualitativ hochwertige Panoramaaufnahme ohne Stitchingfehler ist ein Nodalpunktadapter. Es gibt auf dem Markt eine ganze Reihe von Anbietern, der Preis variiert von 30 Euro bis zu 600 Euro und mehr. Da die Funktion physikalisch und optisch vorgegeben sind, funktionieren alle diese Geräte ... es sei denn, sie hätten einen Konstruktionsmangel.

Häufig legen die Hersteller besonderen Wert auf eine leichte Einstellbarkeit Ihres Adapter, und bringen vielfältige, recht teuer herzustellende Skalen auf ihren Adaptern an. Aus der Praxis kommend, haben wir festgestellt, dass sich der engagierte Panoramafotograf recht schnell auf eine feste Kombination aus Kamera und Objektiv "einschießt", und nur wenige, dafür aber stabile Kamerapositionen benötigt. Auch für zwei, drei verschiedene Kombinationen ist eine individuelle Markierung mit einem CD-Filzstift auf den silbernen Aluschienen schneller, sicherer, praktischer ... und billiger.

Darauf haben wir unsere Konstruktion ausgerichtet ... Skalen fehlen völlig, dafür aber auch instabile Langlöcher und Schlitzreihen. Wir verwenden ausschließlich hochwertige Industrienormteile, die neben hoher Festigkeit den Vorteil einfacher Selbstmontage und Erweiter- und Änderbarkeit bieten. Mit einem einfachen und billigen, überall erhältlichen Aluprofil können Sie unseren Adapter mit Hilfe eines simplen Inbusschlüssels beispielsweise auf eine neue Kamera-/Objektivkombination umrüsten.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil unserer Konstruktion gegenüber einer Vielzahl anderer Lösungen ist, dass beim Lösen der Kamera vom Adapter nicht die richtige Einstellung des Nodalpunktes verloren geht, weil beides über eine Schraube erfolgt. Sie werden diese Eigenschaft in der Praxis zu schätzen wissen.


Wir lassen dem Fotofreund auch die Wahl bezüglich des (notwendigen) Drehtellers. In vielen Fototaschen finden sich Kugelköpfe, die für die Panoramafotografie problemlos geeignet sind, und auch Schnellwechselsysteme sind häufig schon vorhanden. Deswegen haben wir bewusst darauf verzichtet, diese Komponenten in unser Produkt zu integrieren, und konnten die Preise so gestalten, dass auch der "Gelegenheits-Panoramafotograf" sich damit ausstatten kann.

Wichtiger Hinweis: die Nivellierung des Kameraträgers muss unterhalb der Drehebene erfolgen, bei einem normal montierten Kugelkopf also nicht per Kugel, erfolgen. Nutzen Sie hier bitte die Stativbeine zur lotgerechten Ausrichtung. Bei häufigem Einsatz empfehlen wir einen (am besten rastenden) Drehteller und eine Nivelliereinrichtung von Ihrem Stativ-Hersteller. Eine ganze Reihe von Stativen können auch einfach und kostengünstig nachgerüstet werden.


Links zur Panoramaaufnahmen, die mit unserem Nodalpunktadapter hergestellt wurden


Nodalpunktadapter "mini"

 
Einstellung des Nodalpunktes
Obwohl auf den Webseiten, die wir Ihnen oben vorgestellt haben, die Einstellung des Nodalpunktes ausführlich beschrieben ist, oder sogar in Tabellen zu finden, möchten wir diesem ganz wichtigen Punkt hier auch einige Zeilen und Beispielfotos widmen.

Die Einstellung braucht keine speziellen Geräte. Hängen Sie in ein Fenster mit Blick auf andere Häuser einen Wollfaden, an den Sie eine Kugelschreiber o.ä. hängen, damit er lotgerecht hängt.

Montieren Sie die Kamera wie in der Bedienungsanleitung beschrieben auf dem Nodalpunktadapter. Wichtig ist, dass die Objektivmitte mit der Achse des Statives fluchtet! Wählen Sie ein geeignetes (Weitwinkel-) Objektiv, und peilen Sie dann über diesen Faden, der ja "in der Nähe" ist, eine deutlich weiter entfernte Hauskante oder einen Laternenpfahl o.ä. an. In unserem Beispielfoto ist es die Regenrinne des gegenüber liegenden Mehrfamilienhauses. Wenn Sie nun die Kamera auf dem Stativ drehen, so dass der Faden mal links und mal rechts am Rand Sucher ist, werden Sie feststellen, dass sich die Position der Regenrinne verändert ... wie hier im Foto:

Nodalpunktadapter "mini"

Ein problemloses Stitchen Ihres Panoramas ist nur gewährleistet, wenn sich beim Drehen der Kamera die Position von Faden und Rinne nicht mehr gegeneinander verändern. Verschieben Sie dazu die Kamera auf der horizontalen Schiene des TraNodaladapters. Ein Anhaltspunkt: die verlängerte Stativachse sollte das Objektiv im vorderen Drittel treffen. Hier ist etwas Feintuning erforderlich, damit letztlich das Sucherbild beim Verschieben von links nach rechts so aussieht:

Nodalpunktadapter "mini"

Arbeiten Sie so exakt wie möglich (im Beispielbild ist auch noch etwas Verbesserungspotential), aber auf den 100stel Millimeter muss es nicht passen ... in der Praxis reicht das wie abgebildet völlig aus, da stören Wind und Stativinstabilität mehr. Fixieren Sie diese Position mit den beiden Inbusschrauben am Kamerawinkel, fertig.
Wenn Sie nun Ihre Bilderserie machen, werden Sie ein einwandfreies Panoramabild als Lohn für Ihre Investition und Ihre Einstellmühen erhalten. Ein weitere Tipp: markieren Sie die gefundene Position auf dem Kamerawinkel und auf dem horizontalen Aluträger mit einem Filzstift-Strich, dann können Sie auch bei wechselnden Objektiven ohne jedes Mal die obige Prozedur zu durchfahren, den passenden Nodalpunkt einstellen. Sind es viele Striche, geben sie ihnen eine Nummer, und schreiben Sie die dazu gehörigen Kombinationen einfach auf den Kamerahaltewinkel, da ist genug Platz.
Ihre Digitalkamera ist ein hochwertiges technisches Gerät, das an unseren Nodalpunktadaptern sicher montiert werden kann. Bitte kontrollieren Sie regelmäßig, dass alle Schrauben fest angezogen sind, aber übertreiben Sie nicht. Hier gilt der Satz: nach fest kommt ab !

Unsere Konstruktion bietet eine riesige Sicherheitsreserve. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie den Teilesatz genau entsprechend unserer Montageanleitung montiert haben, und testen Sie zu Hause den sicheren Sitz Ihrer Kamera, damit im "Feldeinsatz" kein Schaden entsteht. Wir übernehmen verständlicherweise keine Haftung für Schäden, die durch die Verwendung unseres Bauteile-Satzes entstehen.
Die nachfolgende Tabelle soll Ihnen helfen, die Anzahl der erforderlichen Aufnahmen bezüglich der verwendeten Brennweite und Hoch- oder Querformat festzulegen:

Nodalpunktadapter "mini"

Änderungen, die dem technischen Fortschritt dienen, bleiben vorbehalten.
 

Letzte Aktualisierung: 1. März 2009